Grundlagen

Technik

     
 

Dart Technik

 Suche die besten Darter, lausche und beobachte.  Achte auf ihren Stand, die vollständige Wurfbewegung, ihre Finishwege,  wie sie mit Druck umgehen, wann sie im Flow sind.  Gerade für Anfänger ist es wichtig grundsätzliche Dinge zu beachten, weil einmal  eingeschliffene Fehler nur mit viel Zeit und Aufwand korrigiert werden können.  Verinnerliche die Grundsätze und passe anschließend das Training und Deine  Fähigkeiten an Deinen einzigartigen Stil an.

Der Stand

 Ein guter Stand ist die Voraussetzung für einen guten Wurf.  Rechtshänder stellen das rechte Bein vor, Linkshänder das linke.  Die meisten Top-Darter haben diesen Fuß entweder parallel zum Oche oder  in etwa 45 Grad dazu. Das andere Bein wird so platziert, dass dem Körper bei  leichtem Vorlehnen (man ist näher am Board) absolute Stabilität gewährleistet wird.  Beide Beine müssen zu jeder Zeit den Boden berühren. Jede Form von Hüpfen  bringt einen Unsicherheitsfaktor in den Wurf und sollte deshalb unbedingt  vermieden werden. Bist Du unzufrieden mit Deinem jetzigen Wurf, arbeite zuerst  am Stand. Schaue Dir an, wie die Profis stehen, kopiere sie.

Der Grip

 Der Grip kann im Gegensatz zum Stand nicht kopiert werden. Er entsteht  natürlich, genau wie man einen Stift nur auf eine Weise in die Hand nimmt  verhält es sich beim Dart. Er passt sich auch automatisch der Länge des Barrels  an, bei längeren Barrels nimmt man in der Regel mehr Finger, um einen stabilen,  geraden Wurf zu gewährleisten. Unabhängig von der Anzahl der Finger, die den  Barrel greifen, ist Darts letztendlich ein Zwei-Finger-Spiel. Beim Abwurf sind  Zeigefinger und Daumen entscheidend. Der Griff sollte nicht so fest sein, dass das  Barrel Abdrücke hinterläßt, aber auch nicht so locker, dass der Wurf instabil wird,  ungleich schräg steckende Darts im Board sind dann die Folge.

Das dominante Auge

 Zeige mit einem Finger auf das Bull-Feld, während Du beide Augen geöffnet hast.  Dann schließe Dein rechtes Auge, zeigst Du immer noch auf das Bull-Feld ohne  Deinen Finger zu bewegen? Falls ja, ist Dein dominantes Auge das linke.  Nun zur rechten Seite, schließe Dein linkes Auge. Zeigst Du immer noch auf das  BullsEye, dann ist das rechte Auge Dein dominates, also ziele über Dein rechtes  Auge. Wenn kein eindeutiges Ergebnis zu erkennen ist, ziele über beide Augen.  Es gibt einige Darter, die überhaupt nicht zielen, die sich ausschließlich auf  ihren Rythmus verlassen, wenn dies bei Dir der Fall ist, bleibe dabei.

Der Wurf

 Der eigentliche Wurf kann folgendermaßen unterteilt werden:
  •  Zielen
  •  Rückbewegung
  •  Beschleunigung
  •  Abwurf
  •  Nachwurfbewegung (Follow Through)
 Alle fünf Bestandteile sind unbedingt vonnöten, um den Dart genau ins angepeilte  Ziel zu bekommen. Durch regelmäßiges Training kann der Wurf automatisiert  werden, er sollte immer gleich sein. Für das Zielen hat sich das Suchen eines  Punktes, einer Vertiefung, Unebenheit oder eines Schattens bewährt. Richte die  Konzentration genau auf diesen Punkt und Du wirst Deine Umgebung  (die Musik, den Gegner, Zuschauer) nicht mehr wahrnehmen. Zur ersten Analyse  Deines Wurfes halte Deine Wurfhand in Richtung der Triple 20, bewege den  Unterarm mehrmals vor und zurück, wichtig dabei ist, den Oberarm ruhig zu  lassen und nicht zu bewegen. Wenn Du Dir die Zeitlupen der Dartübertragungen  im Fernsehen ansiehst, wirst Du sehen, dass dies bei allen Profi-Spielern der Fall  ist, sie bewegen weder den Oberarm noch die Schulter.  Die Rückbewegung wird unterschiedlich gehandhabt, einige werfen vom Kinn,  einige führen den Arm vor das Auge, einige neben das Ohr. Es spielt keine Rolle,  welche Bewegung sich für Dich natürlich anfühlt, sie muss allerdings immer gleich  sein. Man sollte darauf achten, dass man dabei kein Körperteil touchiert. Außerdem  ist es wichtig den Dart in der gesamten Wurfbewegung im Sichtfeld zu haben,  nur so ist eine gute Auge/Hand-Koordination möglich. Der Zeitpunkt des Abwurfes  hängt direkt mit der Beschleunigung zusammen, versuche den Dart an  verschiedenen Stellen der Wurfbewegung loszulassen, finde den für Dich  optimalen Punkt. Kannst Du den Abwurfpunkt kontrollieren, kontrollierst Du das  Spiel. Auch die Nachwurfbewegung ist wichtig, der Arm sollte nach vollendetem  Abwuf völlig durchgestreckt sein, nur so kann man sicher gehen, dass der Wurf  immer genau gleich ausgeführt wird.  Die Darts fliegen übrigens nicht in einer geraden Linie zum Board, sondern  beschreiben eine parabolische Kurve, wie man in den nächsten Abbildungen  ersehen kann:  Zeitlupenaufnahmen von Würfen der Dartprofis tragen ebenfalls zum Verständnis  des Ablaufes bei und können bei der Findung oder Vervollkommnung der eigenen  Technik helfen. Hier noch zwei Tipps von DartsWeltmeister John Part:  „Wenn es mir gelingt dieses technische Spiel aus der wirklichen 3dimensionalen  Welt herauszunehmen, und es in einer nur noch 2dimensionalen Welt zu spielen,  wird meine Aufgabe exponentiell einfacher. Nimm alle Elemente, mein Auge,  Schulter, Arm, Ellbogen, Hand, den Dart und das Ziel, und platziere sie alle in einer  imaginären vertikalen Ebene. Nun beschränke alle Bewegungen auf diese  2dimensionale Ebene.“ John Part „Die Lösung ist, den Ellbogen so weit entfernt wie  menschlich möglich von Deinem Körper zu strecken, dies zieht Deine Schulter  unter Dein Auge und alles andere schön in eine Linie. Versichere Dich, dass Du  diese Dehnung während Deines ganzes Wurfes beibehälst. Fühlt es sich zunächst  unangenehm und unbequem an? Ja.“ John Part

Die Überprüfung

 Um das Ergebnis des Wurfes zu kontrollieren bietet sich das Trainingsspiel  100 mal auf die 20 an. Jedoch wird hierbei das Board senkrecht noch einmal  unterteilt. Am einfachsten geht dies mittels eines Gummibandes. Das Gummi wird  einfach oben und unten am Zahlenkranz befestigt. Nun spielt man 100 Darts auf  die 20 und trägt die Position der einzelnen Darts in eine Skizze ein, die ebenfalls  senkrecht unterteilt ist. Ein solches Formular liegt hier zum Download bereit.  Nach Absolvierung von 100 Würf en geht es an die Auswertung. Nun kann man zum  einen erkennen, wieviel Prozent in die 20, 5 und 1 bzw. deren Triple gingen,  vor allem kann man aber sehen, ob die Darts tendenziell oben oder unten und links  oder rechts landen. Dieses Ergebnis sollte man nun in seine Technik einfließen  lassen, und zwar nicht indem man etwas höher/tiefer oder links/rechts zielt,  sondern versucht seinen Wurf so umzustellen, dass die Darts möglichst gerade  fliegen und in der Nähe des Gummibandes landen.